Piano Improvisation mit Blues Tonleiter - groovig, funky!

Piano Improvisation mit Blues Tonleiter – groovig, funky!

​Eine Piano Improvisation mal anders und richtig groovig und funky! Hier lernst du, wie du mit der Blues Tonleiter über funkige Akkorde improvisieren kannst. Dazu verwenden wir hier einen sogenannten Rhodes Sound. Das passt super zu diesem bluesig, funkigen Stil, aber natürlich klingt das Ganze auch super mit einem Piano Sound. Wenn du auf einem Digital- oder Stagepiano spielst, wirst du höchstwahrscheinlich auch einen solchen Rhodes Sound haben. Möglicherweise ist dieser einfach unter E-Piano Sound oder ähnlichem abgelegt.

Wichtig: Diese Improvisation ist ​für ​Fortgeschrittene gedacht und für Anfänger noch nicht geeignet.​ ​Es wird einiges an Spielerfahrung, sowie ein solides und gutes Rhythmusgefühl vorausgesetzt. Für Improvisations-Anfänger empfehle ich diesen Beitrag.

Akkorde für diese Piano Improvisation

​Zuerst schauen wir uns einmal die Akkorde für diese Piano Improvisation an. Es sind ziemlich funky Akkorde - Vierklänge mit Spannungstönen:

I ​Am7/9           I ​D7/9         I Fmaj7/G         I E7           I

​Bei dieser Piano Improvisation, werden die Akkorde immer einen ganzen Takt lang gespielt. Also schön ganztaktige Wechsel. Da wir die rechte Hand für die Improvisation frei haben möchten, spielen wir in diesem Fall die Akkorde mit der linken Hand.

Begleitpattern linke Hand

Die linke Hand spielt vom Prinzip her als Begleitpattern ganz einfach jeweils auf die Grundschläge. Wir haben einen Vier-Vierteltakt, also somit einfach jeweils vier Anschläge pro Akkord. Nun kommt hier aber der Ausdruck noch mit ins Spiel. Es klingt deutlich spannender, wenn man jeweils den Anschlag auf 2 und auf 4 lauter spielt, und die 1 und 3 leiser. So gibt es einen "schiebenden" Effekt, welcher dieses Begleitpattern viel spannender klingen lässt.

​Solche ​Betonungen zu Üben ist allgemein sehr wichtig, denn man braucht diese sehr häufig. Genau solche Betonungen machen aus, ob ein Begleitpattern lebendig und spannend klingt, oder eben mehr etwas mechanisch und langweilig!

​Um das Begleitpattern zu lernen und für diese Piano Improvisation allgemein, ist es cool, auch einen passenden Schlagzeug-Beat dazu laufen zu lassen. Ich habe im Video einen Funk-Beat mit Tempo 95 bpm verwendet. Wenn du über ein entsprechendes E-Piano mit integrierten Drumbeats verfügst, würde ich sehr empfehlen, einen solchen dazu laufen zu lassen. Das hilft für die rhythmische Genauigkeit und macht dabei auch noch eine Menge Spass!

Blues Tonleiter für die rechte Hand

Nun zur eigentlichen Improvisation. Die rechte Hand kann nun zu diesen Akkorden super mit der Blues Tonleiter improvisieren. ​In diesem Fall haben wir hier die A-Bluestonleiter. Das Tolle dabei ist, dass die Töne der Blues Tonleiter eigentlich immer passen. Sie klingen immer spannend oder angenehm schräg, was hier eben erwünscht ist. Als Grundlage für diese Piano Improvisation ist es natürlich wichtig, erst einmal die Blues Tonleiter überhaupt spielen zu lernen und dann gut zu verinnerlichen. Die Töne dieser A-Bluestonleiter sind: A,C,D,D#,E,G. Dabei verwenden wir den Fingersatz: 1,2,3,4,1,2.

​Blues Tonleiter Lick 1 (Muster 1)

​​Am einfachsten ist es nun, sich ein paar melodische Muster auf der Blues Tonleiter zurecht zu legen und dann mit diesen zu improvisieren beginnen. Bei solchen Mustern spricht man auch von sogenannten Licks. Im Video zeige ich dir, ein erstes solches Lick, welches noch verhältnismässig einfach ist.

Blues Tonleiter Lick 2 (Muster 2)

So, hier folgt das Blues Lick Nr. 2. In diesem Blues Lick spielen wir schon einige Töne mehr. Somit wird es ein wenig schwieriger zu spielen. Nun kann man bereits mit diesen beiden Licks improvisieren, in dem man sie einfach abwechslungsweise spielt. Beim ersten Akkord, Lick 1, beim zweiten Akkord, Lick 2 usw.

Blues Tonleiter Lick 3 (Muster 3)

Und zum Schluss hier noch ein drittes Blues Lick. Hier spielen wir einfach rhythmisiert die Blues Tonleiter hoch. Das passt super als Übergang beim E7,​ bevor die Akkordfolge danach wieder von vorne beginnt. Mit diesen 3 Licks lässt es sich schon ein wenig improvisieren. Wechsle zwischen den verschiedenen Licks ab und versuche auch diese selber weiter zu entwickeln (variieren).

Die Idee wäre nun, selber auch weitere solche Licks zu erfinden und damit dann immer freier und spannender zu improvisieren. Am besten geht das, wenn du dies wirklich schrittweise ​angehst. Also zuerst diese 3 Licks lernen, dann ein weiteres dazu und wieder damit improvisieren, dann wieder ein weiteres dazu und wieder mit allen bereits gelernten Licks improvisieren usw.

​Blues Tonleiter ​Übung

Als kleine Übung zum Schluss, empfehle ich dir, die Blues Tonleiter auf Achtel zu den Akkorden rauf und runter zu spielen. Das heisst, wir starten bei Am mit dem Ton A und spielen dann ​im ersten Takt hoch. Danach kehren wir um​ sobald D7/9 gespielt wird, und spielen dann wieder nach unten usw. ​Die We​ndepunkte in der Blues Tonleiter müssen dabei nicht immer am selben Ort sein. Mit dieser Übung kriegst du noch mehr Freiheit, um dich besser auf der Blues Tonleiter frei zu bewegen. 

So, dann hoffe ich, d​ich hat der Groove auch gepackt und dir macht diese Piano Improvisation ebenso Freude wie mir. Finde es wirklich eine sehr coole Improvisation, welche ich selber auch immer wieder mal spiele. Viel Freude damit!​


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